Interview: Michael Geissbühler

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Warum wurden diese Methoden noch nicht verwirklicht?
Ich denke, dass bei den Verbänden (Fifa, IOC usw.) viel Geld im Spiel ist. Zum Beispiel wurden bei der letzten Fussballeuropameisterschaft in Portugal 900 Millionen Franken umgesetzt. Gleichzeitig wünschen sich diese Organisation auch immer neue Weltrekorde, um das Publikum in die Stadien und vor den Fernseher zu locken.
Die schweizerischen Verbände der einzelnen Sportarten setzen 80% ihres Budgets im Leistungssport ein. Das Geld kommt unter anderem vom Bund und dieser ist daran interessiert, dass sich Schweizer Sportler auch international gut verkaufen können.
Leistungssportler sollten nicht als Vorbilder betrachtet werden. Grossveranstaltungen, wie zum Beispiel das Golden League Meeting, sollten viel mehr als Unterhaltung anstatt als Sportveranstaltung angesehen werden.
Zählt im Sport das reine Gewissen nichts mehr?
Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Früher war nicht alles besser, wie heute immer vermutet wird, und auch damals wurde schon Doping eingesetzt.

Wichtig für mich zum Schluss ist, dass sich jeder bewusst wird, welch Wunderwerk unser Körper ist. Diesen sollte man nicht speziell schwächen und schädigen, sondern respektieren. Nicht jeder kann, biologisch bedingt, an der Spitze mithalten und dies sollte man akzeptieren. Damit wären weitere Suchtprobleme und andere Probleme, wie der Suizid, beseitigt.
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